Nachdem
wir auserkoren wurden, unseren diesjährigen Ausflug zu organisieren,
beschlossen wir, dass dieses Jahr kein Wandertag stattfinden sollte:
Kultur war angesagt! Es ging nach Duisburg: erste Station war der
Duisburger Innenhafen, der zweite Schauplatz der Landschaftspark
Duisburg-Nord. Dabei handelt es sich um eine Industriebrache mit im
Zentrum stehendem stillgelegtem Hüttenwerk, dessen alte
Industrieanlagen heute vielfältig umgenutzt sind: Die ehemaligen
Werkshallen sind für Kultur- und Firmenveranstaltungen hergerichtet,
z.B. entstand in einem alten Gasometer Europas größtes künstliches
Tauchsportzentrum.
Wir trafen uns um 8.00 Uhr am Busbahnhof in
Leichlingen, fuhren mit dem Bus nach Leverkusen Mitte und dann mit der
Bahn nach Duisburg. Alles klappte reibungslos. Nur das Wetter spielte
noch nicht so mit, wie wir es gerne gehabt hätten, denn es war sehr
kühl. Am Innenhafen angekommen, schauten wir von der Promenade aus (bei
einer Tasse heißem Cappuccino...) den Mannschaften zu, die an der
Drachenbott-Regatta teilnahmen. Zum Warmwerden feuerten wir die
teilweise witzig kostümierten "Mannen" kräftig an. Nach einem
Rundgang um den Hafen bei mittlerweile schönstem Sonnenschein und einer
Mittagspause auf dem Matjes-Markt wollten wir mit dem Shuttle-Bus zum
Landschaftspark fahren. Als die passende Haltestelle endlich gefunden
war, stellten wir fest: Der Bus fährt nicht! Bevor es zu größerem
Unmut kommen konnte- wir hatten nämlich eine Führung gebucht und
wollten pünktlich sein- bestellten wir, kurz entschlossen und spontan
wie wir sind, einige Sammeltaxis. So kamen wir unverhofft zu einer
Spezial-Stadtrundfahrt.
Die Führung im Landschaftspark war super
interessant. Kaum war sie zu Ende, nahmen wir die reservierten Plätze
im Biergarten des dortigen Restaurants ein. Leider mussten wir uns auf
das Essen stürzen, damit der Zug nach Hause erwischt werden konnte; bis
auf einige Wenige, die sich die Zeit nehmen konnten, noch ein Weilchen
den Pianisten-Marathon zu besuchen und sich die erstaunliche
Licht-Illumination anzuschauen. Und überhaupt: wir hätten die ganze
Nacht kostenlos mit Bus und Bahn durchs Ruhrgebiet fahren und sämtliche
kulturelle Events genießen können......